Die ESC-Welcome-Party fand direkt im Anschluss vom Red Carpet im EuroClub statt. Nachdem zahlreiche Delegationen vom offiziellen Eröffnungsevent im Rathaus wieder in den EuroClub zurückgekehrt waren, startete ab 0:30 Uhr das Bühnenprogramm mit einer Tanzeinlage der EuroClub-Hosts Shirley Clamp und Velvet. Sichtlich aus der Puste waren beide nach der 4-minütigen Tanzchoreo mit 4 Backingtänzerinnen zu Rihanna's "Don't Stop The Music".
Im Anschluss trat Christer Björkman auf die Bühne und berichtete von seinem ersten Contest 1991 in Rom als Teil der schwedischen Delegation. Damals waren gerade 600 Zuschauer im Podium live dabei und was in den weiteren 25 Jahren aus dem Wettbewerb geworden ist, macht ihn immer noch sprachlos. Die entstandene Größe des Events ist der Treue und Ausdauer der Fans zuzuschreiben und dafür ist er sehr dankbar. Christer übergab das Mikro an den diesjährirgen schwedischen Teilnehmer Frans, der sehr galant und selbstbewusst seinen Beitrag "If I Were Sorry" darbot.
Im silbernen Space-Outfit knallte die Australierin Dami Im ihren "Sound of Silence" mit voller Inbrunst in die jubelnde EuroClub-Massen. Das war Gänsehaut pur und einfach klasse! Siegertreppchen-Chancen für Australien? Hoffen wir das Beste !!!
Der nächste Act war Spanien und der ganze EuroClub kam Barei's frenetischen Aufforderung "Say Yay!" nach und grölte zig-fach Yay Yay Yay Yay mit! Als dann noch aus dem VIP-Rang blinkende Leuchtstäbe in die tanzende Menge geworfen wurde, brodelte es richtig los. Schade nur, das am Samstag im Finale über die Fernsehbildschirme eine ganz andere Stimmung von Barei erzeugt wird und dieses ihre Chancen eher schmälern wird.
Dann kam Östereich und "ganz Europa" sang auf einmal auf Fränzösisch mit! Auch wenn ich mir als Fan wünschen würde, daß solch ein Song aus Luxemburg kommen müsste, so wie einst France Gall 1965, singt die bezaubernde ZOE für Österreich ihr "Loin d'ici" prächtig und selbstbewusst daher, und der EuroClub-Zeltboden kam richtig ins Wanken.
Zu guter Letzt stand Poli Genova aus Bulgarien auf der EuroClub-Bühne und sang ihr "If Love Was A Crime". Auch ihr gelang es die Stimmung am Abend noch mal nach oben zu heizen und für einen tollen Abschluss zu sorgen. Zufor hatte die Albanierin Eneda Tarife mit ihrer Pop-Ballade "Fairytale" für eine Atempause im EuroClub gesorgt.
Wer immer noch Energie und Kraft vom Tage übrig hatte, der konnte auf dem zweiten Dancefloor des Euroclubs dem "Walgesang" für Eurovision-Fans lauschen und passend dazu abtanzen.
Hilmer